Geist - citta

Wenn du die Berührung mit der inneren Stille verlierst, verlierst du den Kontakt mit dir selbst. Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich in der Welt. (Eckhard Tolle)

Der Geist ist ein Instrument mit dem wir denken und fühlen und wird im Yoga als citta bezeichnet. Es umfasst den Verstand, unsere bewussten und unbewussten Gedanken und Gefühle, sowie alle seelischen Vorgänge oder Abläufe die innerlich stattfinden. Sriram umschreibt citta als das meinende Selbst. Er ist jener Geist, der vorgibt zu sehen und zu erkennen, es aber in Wirklichkeit nicht tut. Er produziert relative Wahrheiten und versucht eine überdimensionale Rolle in unserem Bewusstsein einzunehmen.

Citta hat keinen bestimmten Ort, auch keine Form, er ist überall. Er ist das geistige Gebäude, bestehend aus Eindrücken, Erinnerungen, Meinungen, Träumen, Illusionen und Konditionierungen. Die meisten Rückschlüsse im Leben stammen leider aus diesem Teil unseres Wesens, da wir oft im Alltagsgeist zerstreut und gebunden sind.

Wenn wir die Bewegungen des Geistes, die Gedankenwellen zur Ruhe bringen, können wir schrittweise, den zerstreuten und gebundenen Geist klären, den Zustand von Yoga erfahren und klar sehen. Wir treffen dann Entscheidungen, die nicht mehr aus den Triebstrukturen unseres Geistes resultieren. Wir werden mehr und mehr freier und blicken aus einer klaren Brille heraus, weil keine getrübte Wahrnehmung mehr vorherrscht. Die Qualität der Wahrnehmung entscheidet über die Qualität der Welt.