Yoga Sūtra beschreibt im Vers 1.36

Das Besinnen auf das innere Licht, was von Leid unberührt ist.

Es gibt einen Ort in uns, der von Leid unberührt ist. Aus dieser Quelle entspringen wir und kehren irgendwann wieder dahin zurück. Somit erkennen wir, dass wir mit allem verbunden sind und aus einer Einheit stammen. Es gibt keine Trennung.

Allgemein

Du brauchst weder beweglich sein noch irgendetwas besonders zu können um Yoga zu üben. Du kannst einfach so sein, wie Du bist. Yoga passt sich den Menschen an, nicht umgekehrt. Du als Mensch stehst im Mittelpunkt. Und solange der Mensch atmet, kann er Yoga üben. Trotzdem kannst Du Dir folgendes bewusst machen.

Motivation

Da der Weg des Yoga von uns eine kontinuierliche Entwicklung abverlangt, bei dem wir uns immer wieder reflektieren sollten, bedarf es besonders der Eigenschaft der Motivation. Motivation hilft uns, auf unserem Weg konstant zu bleiben. Erlerntes besser in den Alltag zu integrieren, um unsere Ziele, Absichten klar zu verfolgen.

Selbstreflexion

Das Leben ist ein ständiger Entwicklungsprozess und das Yogalernen ist ein ganzheitlicher Prozess, der Zeit, Geduld und Selbstreflexion von uns abverlangt. Ausdauer, Vertrauen und Disziplin.

Veränderung geschieht nicht unmittelbar und ohne unser Zutun. Wir sind dabei immer aktiv gefordert und sollten uns kontinuierlich reflektieren und uns die Dinge anschauen, wie sie wirklich sind und nicht so hinnehmen, wie sie uns im Geist erscheinen.

Yoga findet nicht nur für 30 Minuten auf der Matte statt, sondern 24 Stunden am Tag und besonders auch im Alltag. Die Aufgabe des Yoga ist dann erfüllt, wenn wir erkennen, dass Yoga ein Lebensweg ist, was man in Sanskrit als „sādhanā“ beschreibt. Wir sind auch aufgefordert, an unseren alten Mustern und Konditionierungen zu arbeiten. Wir können daran wachsen und uns selbst immer mehr erkennen. Yoga als sādhanā bedeutet, das ganze Leben wird zum Übungsfeld. Wir leben Yoga in der Welt, in unserem Alltag, sowie in jeder Handlung.

Zeit für sich nehmen

Wir kennen das alle - wie schnell ist die Zeit vorbei und wir wollten ja noch so viel erledigen. Oft rennen wir der Zeit hinterher, ohne jedoch genau zu wissen, wohin und warum wir das tun. Ein Grund mehr, still zu werden und mal eine Pause zu machen.

Man fragt sich manchmal selbst, wo ist die Zeit hingegangen? Gerade war doch der Moment noch da - schon ist er wieder weg. Hinter all unseren Erledigungen und Anforderungen ist Zeit ein sehr kostbares Gut geworden. Denn für sich selbst hat man oft die wenigste Zeit. Das kann jedoch fatale Folgen haben.

Sich Zeit für sich selbst zu nehmen ist wichtig und notwendig und sollte mehr und mehr kultiviert werden. Auch um zu erkennen, wohin du möchtest und wer Du wirklich bist. Oft verschieben wir jedoch die Verabredungen mit uns selber wieder und streichen sie letztendlich komplett vom Programm. Andersfalls sollte man bedenken - die Zeit wartet auch nicht auf Dich. Du enscheidest!