Yoga-Philosophie

„Das Glück ist ein Schmetterling“, sagte der Meister. „Jag ihm nach und er entwischt dir. Setz dich hin und er lässt sich auf deiner Schulter nieder.“ „Was soll ich also tun, um das Glück zu erlangen?“, fragte der Schüler.
„Du könntest versuchen, dich ganz ruhig hinzusetzen – falls du es wagst!“ – Anthony de Mello –

Das Yoga Sūtra

Der klassische Text im Yoga wurde 200 v. – 200 n. Chr. von Patañjali geschrieben. Er hat die damals bekannten Yogatechniken und Konzepte geordnet und in einem Text zusammengefasst, das Yoga Sūtra. Das zur Ruhe kommen des Geistes ist unsere Aufgabe im Yoga und Patañjali zeigt einen praktischen Wegen, wie wir in diesen Zustand gelangen können. Im Yoga Sūtra liegt der Fokus auf dem Geist (citta). Es beschäftigt sich mit der Frage, wie kann ich das Beste aus meinem Geist machen, um Leid zu vermeiden.

Ursprung des Yogas ist der Hatha-Yoga. Er ist ein Oberbegriff für alle Yogarichtungen, bei denen Körperarbeit von besonderer Bedeutung ist.

Das Yoga Sūtra, spricht von einem ganzheitlichem Konzept, das in verschiedenen Bereichen ansetzt, Körper, Atem und Geist und sagt: Erkenne deine Tendenzen im Geist, dann erfolgt eine Veränderung.

Denn richtig benutzt ist unser Geist ein guter Diener - nicht richtig benutzt, kann er sehr zerstörerisch sein.

Der 8 gliedrige Übungsweg im Yoga Sūtra stellt eine praktische Grundlage dar, in dem er alle wichtigen Lebensbereiche miteinbezieht und nach und nach aufbaut. In ihm liegt ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit zu Grunde.

Die ersten fünf Glieder werden als „äußere Glieder“ beschrieben, die uns für den Zustand der Versenkung (saṃyama) vorbereiten. Die anderen drei „inneren Glieder“ beschreiben den Weg der Versenkung und befassen sich konkret mit der Innenschau und dem Rückzug des Geistes.

Die Praxis der acht Glieder sind**

  1. Yama - der Umgang mit der Umwelt
  2. Niyama - der Umgang mit sich Selbst
  3. Āsana - der Umgang mit dem Körper
  4. Prāņāyāma - der Umgang mit dem Atem
  5. Pratyāhāra - der Umgang mit den Sinnen, Rückzug der Sinne
  6. Dhāraņā - Sammlung, Konzentration des Geistes, der Umgang mit dem Geist
  7. Dhyāna - Reflexion, Meditation, konstante Ausrichtung des Geistes
  8. Samādhi - vollkommene Erkenntnis, Befreiung, innere Freiheit