Das Yoga-Sūtra beschreibt den Geist als Citta – ein inneres Wahrnehmungsfeld, dessen Bewegungen, die Vṛttis, unser Erleben färben. Wahrnehmung, Erinnerung, Fantasie und Erfahrung formen, wie wir Situationen deuten und handeln. Wird der Geist beobachtet statt automatisch zu reagieren, wird er ruhiger und klarer.
Die fünf Kleśas – Nichtwissen (Avidyā), Ich-Verhaftung (Asmitā), Anhaftung (Rāga), Abneigung (Dveṣa) und Angst vor Veränderung (Abhiniveśa) – erklären, warum alte Muster so hartnäckig sind. Mit Pratipakṣa Bhāvana übt das Yoga-Sūtra, belastenden Gedanken bewusst eine hilfreiche Ausrichtung gegenüberzustellen – ein Weg, den alle drei Kurse praktisch einüben.
Yogapsychologie und Yogapraxis bleiben der Mittelpunkt der Kurse. Coaching verstehe ich als punktuellen Reflexionsimpuls – als Unterstützung für Selbstreflexion und Alltagstransfer, nicht als Therapie oder psychologische Beratung. Yogalehrerinnen können die Kurse als fachliche Vertiefung nutzen; meine Aus- und Weiterbildungen zeigen, auf welcher Grundlage die Kurse stehen.